MGEintracht Hainstadt 1888 e. V.

Konzert 2015

"Eintracht rockte den Saal"

1.Hainburger "Rocknacht" der Musikgesellschaft

Die Erwartung der Gäste war groß bei „Rock meets Blasmusik“, mit der die Musikgesellschaft Eintracht Hainstadt musikalisches Neuland betrat. Orchester und Publikum fühlten sich sichtlich wohl in der restlos ausverkauften Radsporthalle, die wunderschön frühlingshaft geschmückt war und ein warmes Ambiente durch geschickt eingesetzte Beleuchtung am Rand ausstrahlte.

Und dann hieß es „Licht aus, Spot an“, und die 1. MGE Rocknacht konnte beginnen.
Wie man aus klassischer Barockmusik fetzigen Rock macht, zeigte das Vororchester unter der Leitung von Iris Merget mit dem Stück „Rock that Bach“.

Gute Tradition ist es, dass sich die Jüngsten des Vereins selbst dem Publikum vorstellen, und so begrüßte Marlene Flügel pfiffig und schlagfertig die Gäste, und rief den 1. „Stargast“ des Abends auf die Bühne. Eine perfekt gestylte „Lady Gaga“ (Luise Wolf) erschien, und das Orchester rockte dazu ihren Hit „Born this way“. Alle waren beeindruckt von der guten Leistung der Youngsters, die nicht ohne eine Zugabe von der Bühne durften. Mit „Abba“ verabschiedete sich ein rockiges Vororchester.

Im 2. Teil stellte das Jugendorchester

unter ihrem neuen Dirigenten Ralf Jost ihre Rockambitionen unter Beweis und ließ es mit „Proud Mary“ gleich richtig krachen. Valentin Machate (Trompete) zeigte dabei sein volles solistisches Können.

Danach wurde es echt romantisch mit „Over the Rainbow“, bevor sich mit dem „Marsch der Schlümpfe“ Jugendorchester und Dirigent als blondes Schlumpfinchen selbst auf die Schippe nahm.

Mit „Lemon Tree“ wurde ein Stück aus der Pop-Richtung gegeben. Als letztes Stück des Programmes zog das Jugendorchester mit „Rocking all over the World“ von Status Quo nochmal ein Glanzstück aus der Rock-Kiste und traf damit voll den Geschmack des Publikums. Dieses war restlos begeistert von der großartigen Leistung der Jugend, und forderte natürlich lautstark eine Zugabe. Dazu hatte sich das Orchester etwas Besonderes einfallen lassen, und zeigte, dass sich unter den Musikern auch echte Gesangstalente befinden. Franziska Eicker und Thekla Schwab animierten das Publikum bei „Marmor, Stein und Eisen bricht“ zum Mitsingen, um danach bei „We will Rock you“ stampfend und klatschend in die Pause zu gehen.

Mit einem echten Kracher legte

das große Orchester unter der Leitung von Piotr Konczewski nach der Pause so richtig los. „Gonna fly now“, das Thema aus den Rocky-Filmen war wie geschaffen dafür. Dafür hatte sich die Eintracht professionelle Unterstützung mit dem Jazz Trompeter Ralf Nöske geholt, der die Soli in dem Stück absolut brillant vortrug und das Publikum zu „Bravo“-Rufen bewegte. Mit einem Medley ließ die Eintracht den alten Rock-Barden Joe Cocker wieder aufleben. Die Jungs am Schlagwerk hatten alle Hände voll zu tun und gaben gemeinsam mit E-Bass und E-Gitarre den Stücken den richtigen fetzigen Background.

Mit „Bohemian Rhapsody“ stand eines der bekanntesten Stücke von Queen auf dem Programm, bei dem das Orchester sein Können beweisen konnte.
Aber was ist Rockmusik ohne eine echte „Rockröhre“! Dazu hatte sich die MGE den Frontsänger der ultimativen hessischen Rockband, Peter „Osti“ Osterwold von den „Rodgau Monotones“ geholt, der von Moderator Tobias Schwab auf die Bühne geholt wurde und mit einem „Deep Purple Medley“ gleich los rockte. Spätestens bei „Smoke on the water“ war der Funke übergesprungen und riss das Publikum vollkommen mit, das begeistert mitsang und klatschte.

Jetzt wurde es Zeit, auch ein Stück von den „Monotones“ zu bringen und das war die hessische Version des Big-Band Klassikers „New York“, nämlich „Bad Orb“, die Osti launig und augenzwinkernd vortrug, und damit das Publikum zum Lachen brachte. „Nehmt das alles nicht so ernst“, meinte Osti, und unterhielt den Saal sehr kurzweilig mit der einen oder anderen Anekdote.

Das Orchester hatte großen Spaß, mit einem solchen Profi gemeinsam Musik zu machen, und legte mit „I feel good“ nochmal einen echten Rockklassiker auf, unterstützt von einer perfekten, echt rockigen Lightshow, bei dem es Keinen mehr auf den Stühlen hielt und der ganze Saal mit groovte.

Die Begeisterung kannte keine Grenzen und unter tobendem Applaus gab es nochmal „Smoke on the water“.

Aber alte Tradition der MGE ist als absolut letzte Zugabe ein echter Marsch und da hatte sich die Eintracht mit dem „River Kwai Marsch“ auch einen Klassiker ausgesucht, der vom Publikum natürlich mitgepfiffen wurde.

Damit ging ein unvergesslicher Abend zu Ende. Das viele positive Feedback nach dem Konzert zeigte, dass das Konzept, einmal etwas Neues zu wagen, voll aufgegangen ist.

Mit Stargast Peter "Osti" Osterwold